Es wird anspruchsvoller –
Zähneputzen ab 8 Jahren

Ihr Kind putzt jetzt mit einer Junior oder Erwachsenenzahnbürste und Junior- oder Erwachsenen-Zahnpasta.  Die bleibenden Zähne brauchen zum Schutz den höheren Fluoridgehalt. Die Zahnpastamenge ist immer noch erbsengroß. Die Zahnbürsten haben oft ein farbig abgesetztes Borstenfeld. Dies hilft Ihrem Kind die richtige Portion aufzutragen.

Die elterliche Rolle verändert sich
Das elterliche Nachputzen kann ab diesem Alter beendet werden. Jetzt ist Elternpräsens auf andere Art gefragt: Kontrollieren Sie liebevoll aber trotzdem sehr konsequent, ob Ihr Kind tatsächlich geputzt hat. Am Anfang der Pubertät schwindet oft die Lust und Einsicht, regelmäßig die Zähne zu putzen. Stärken Sie in dieser Zeit das Selbstvertrauen Ihres Kindes durch Lob, wenn es von selber an das Zähneputzen gedacht hat. Ohnehin wird ab ca. 14-16 Jahren den meisten Teenagern die Körperpflege sehr wichtig sein und auch bleiben.

Zahnpflege mit System
Soweit es möglich ist, putzt Ihr Kind nach jeder Mahlzeit – auf jeden Fall wenigstens morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Mindestens ein Mal davon gründlich – also 2-3 Minuten lang und mit der richtigen Zahnputzsystematik.

Fädeln mit Zahnseide
Im bleibenden Gebiss müssen zusätzlich die Zahnzwischenräume gesäubert werden. Dies funktioniert nach einigem Üben gut mit Zahnseide. Wenn alle bleibenden Seitenzähne da sind, wird sie täglich eingesetzt. So vermeiden Sie die Entstehung einer Karies am Zahnkontaktpunkt. Sie tritt in diesem Alter besonders häufig auf und ist mit dem bloßen Auge kaum zu sehen.

Zur Prophylaxe gehen
Nutzen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Kind die Prophylaxeangebote (IP) Ihrer zahnärztlichen Praxis. Ihr Kind wird dabei beraten und hat die Möglichkeit, mit neuen Hilfsmitteln zu üben. Oft wird dabei auch eine andere Zahnputztechnik empfohlen. Dies ist besonders wichtig, wenn eine feste Zahnspange getragen wird.

Übrigens:
Antibakterielle Mundspüllösung ist für Ihr Kind meist nicht notwendig.

Schwere Zahnfleischentzündungen kommen in diesem Alter sehr selten vor.

Zahnpasta mit dem Hinweis „für weiße Zähne“ hat größere und gröbere Schleifkörperchen. Bei häufiger Anwendung trägt sie den schützenden Zahnschmelz ab. Zudem können diese Putzkörper aus Kunststoff bestehen. Weitere Informationen zu dieser sogenannten Mikroplastik finden Sie hier.

Verzichten Sie bei Ihrem Kind auf diese Produkte.

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